Klappe!

Donnerstag, Januar 11, 2007

Die Rache der Horden oder der Kampf geht weiter


Die Rache der Horden - Das verlorene Regiment.
von William R. Forstchen

  • Broschiert: 557 Seiten
  • Verlag: Lübbe; Auflage: 1 (April 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404232941
  • ISBN-13: 978-3404232949
Rezension von Torsten Schröder, Klappe.blogspot.com

Es hat zwar etwas länger gedauert, aber ich habe nun auch den mittlerweile 3 Band um das Verlorene Regiment von Forstchen durch. nachdem der 2 band ja innerhalb der Bedrohung durch die Merki aufhörte hatte ich eigentlich erwartet das der 3 band das auflöst und zum Abschluss des Buches ein wenig Ruhe einkehrt wie nach dem ersten Band. Leider ist dem aber dann nun nicht so und Keane, die Rus und die Roma sehen sich einen fast aussichtslosen lagen gegenüber, das einzige was sie zum Ende des Roman schütz ist eine 4 wöchige Trauerzeit.
Aber ich greif im Moment schon ein wenig zu weit vor, gehen wir ersteinmal auf einige Details des Romans ein. Zum einen ist das Emil der eigentlich lieber medizinische Forschung betreiben würde. Es kommt zum ende des Buches zu einer klasse Unterhaltung zwischen Pat und Ihm über den Sinn des Krieges und Emil erinnert mich da doch ein wenig an einen der Friedensaktivisten. Klar das er das auf Waldennia nicht umsetzen kann, trotzdem merkt man ihm an wie sehr ihn das belastet die gerade zusammen geflickten Soldaten wieder in den Krieg zu schicken.
Es gibt allerdings auch 3 Charaktere die recht ungewöhnlich reagieren, zb einen ist das Hans dem ich nicht zugetraut hätte als er die Gefahr richtig erkennt das er sich zum Kampf stellt sonder ich hätte den Charakter eher gesehen das er sich mit den Leuten schneller zurück gezogen hätte bzw mit nur wenigen überlebenden ihm die flucht aus der Falle geglückt wäre. Ihn so, wenn auch heroisch sterben zu lassen fand ich schade von dem Autor, der Charakter hatte für mich in allen 3 Romanen nicht sein ganzen Potential ausgeschöpft.
der 2 und für mich ärgerlichste ist Ferguson , er erfindet mir einfach viel zu leicht auch Techniken die es halt auch in seiner Zeit noch nicht gegeben hat. klar treibt ein Krieg auch die Wissenschaft voran aber es wird immer geschildert er ist der einzige Ingenieur und so kostbar und dann soll er alles alleine entwickeln ? irgendwie passt das nicht so ganz.
der 3 ist Kal, in diesem 3 band ist er irgendwie nicht mehr richtig präsent, er ist immer nur dann da wenn es schlimme Entscheidungen oder nachrichten zu verkünden gibt und dann stimmt er auch Andrew immer nur zu, das wirkt ein wenig unglaubwürdig gerade wenn einige Seiten vorher über ihn gesprochen wird und er wie ein Lincoln von Waldennia bezeichnet wird.
Das klingt jetzt viehleicht etwas hart aber das Buch hat auch spannende und wirklich gut erarbeite teile. Gerade die Storyline bei den Aliens mit dem Vater vs Sohn vs Berater Elemente sind gut ausgearbeitet und ermöglichen den Leser auch sich in die doch recht fremde Gedankenwelt hinzu versetzen. Auch das sehr ausführliche beschrieben Mondfest regt doch zum nachdenken an und wenn wir mal ehrlich sind waren wir Menschen früher nicht auch sehr blutrünstig ? ich meine die Maya oder waren es die Azteken haben ihren Opfern bei lebendigen Leib das Herz rausgeschnitten. Wenn man dann da dran denkt ist das nicht weit entfernt von dem was die Horden beim Mondfest mit den Menschen machen.

So aber nachdem ich hier nun einiges auch gespoilert habe meine abschließende Wertung. Der Roman hat zwar nicht die tiefe die Weber in seinen neueren Hornerverse Bücher erreicht aber es ist eine gut geschrieben Unterhaltdungs Lektüre ohne einen wirklich hohen Anspruch.

Wertung 6 von 10 Punkten

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http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/de/

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