Klappe!

Dienstag, März 13, 2007

Internetradios

In einem Beitrag des Webkompetenz Forums zum Thema Podcast & Co hatte ich eine antwort erstellt und auch auf das Liveradio verwiesen daraufhin fragte mich Stefan nach einigen Infos, da ich ein etwas längeren text dazu verfasst habe möchte ich ihn euch natürlich auch vorstellen.
die Texte mit ">" davor sind von Stefan und ünterliegen seinem Copyright der rest des Artikels ist natürlich wieder unter CC :-)

> Die Technik hinter den Livestreams habe ich dagegen noch
> nicht so ganz durchschaut. Früher gab es ja praktisch nur RealAudio/
> Video für LiveStreams, aber auf dasliveradio.de werden ja
> beispielsweise mehrere Möglichkeiten zum Abspielen angeboten. Und die
> vielen Sender, die überhttp://www.surfmusik.de/ausfindig gemacht
> werden können, verwenden ja auch zum Teil unterschiedliche und mehrere
> Techniken...

Also zu der Serverseitigen Technik kann ich dir wenig sagen was wir senden das sind MP3 Streams über einen Shoutcast Server. ( http://www.shoutcast.com/download/serve.phtml ) alternativ gibt es noch Icecast ( http://www.icecast.org/ ) welcher dann auch noch .ogg daten verarbeitet udn weiter sendet. Wie gesagt wir arbeiten mit einem Shoutcast server. Die zahl der Hörer ist einmal durch die rechtliche sache siehe unten und zum anderen durch die anschlusse des Servers ins netz begrenz also die Bandbreite der Internetverbindung des Servers. Die meisten Sendungen werden von 93 bis 192 kbps gesendet, wir senden bisher noch in 93 kbps.
Auf der Moderatorenseite ist das ganze genau so simple am einfachsten ist ein Shoucast plugin in den Winamp einzufügen und wenn man dann die Serverdaten angegeben hat braucht man nur noch connected anklickt und alles was auf dem Winamp abgespielt wird geht als Sound in die weite Welt raus. Alternativ gibt es zu dem Shoutcast plugin auch
oddcast als plugin oder ganze Sendersoftware paket wie SAM 3 die eine arbeitsumgebung eines Radio DJs nachbilden auf dem Rechner.

> Hab ich gerade mal laufen - "Feierabend mit Moni" ;-)
> Was ich mich schon öfters gefragt habe: wie finanziert sich so was
> eigentlich? OK, die Unkosten für das Hosting sind wahrscheinlich nicht
> so erheblich. Doch eigentlich müssten doch da auch GEMA-Abgaben und
> all so ein Krempel dazukommen, wenn man bei den Sendungen Musik von
> kommerziellen Tonträgern spielt.

Also wenn nur die Server und Gema kosten bezahlt werden müssten das wäre schön, Um einen Sender zu betreiben braucht man zum einen einen Server auf den man shout bzw Icecast betreiben kann oder halt einen vorgefertigten Server. Die Server sind schon etwas teuerer als ein Server wo man "nur" seine Webseite hosten möchte. Dazu kommen dann die gebühren der Gema und der GVL wobei sich die Tarife nach der Hörerzahl, Einahmen des Radios und der Anzahl an GEMA / GVL pflichtiger Musik gespielter orientiert. Mann muss so für ein kleines Internetradio so ca 100 Euro im Monat rechnen. Diese Kosten kann man um die GEMA / GVL gebühren kürzen wenn man a nur selbstgesprochene Beiträge und / oder b unter CC lizensierte Musik spielen würde. Die meisten Radios, wie unseres auch senden aber das was die Hörer gern hören wollen also auch die charts usw. was bedeutet das man um GEMA & GVL nicht herumkommt.
nun zu der frage wie sich das finaziert, es gibt eigendlich 3 Wege bzw meist in es eine Mischung aus den 3en:

1. durch Werbung auf der Webseite und/oder im Stream
2. durch privates Geld des Senderbetreibers
3. durch unkosten beiträge der Moderatoren

Es gibt einfach nicht ausreichend Werbeanbieter um genug zusammen zu bekommen ein Webradio rein werbefinaziert zu betreiben, so das meist ein mischkalkulation entsteht. Zu berücksichtigen ist dann auch noch das die Moderatoren meist auch keine bzw nur sehr wenig Promo material bekommen, allein von der Grösse des Senders, so das sie sich die CDs die sie spielen auch fast alle selber kaufen. Das ist auch dann der Grund das viele Moderatoren bei Internetradios nicht jeden Song haben, ausnahmen sind Moderatoren die auch auf Party als DJs unterwegs sind.
Wen man da nun mal drüber nachdenkt was die Musikinsdustrie allein an so kleinen Internetsendern verdient, Gema & Gvl abgaben CD verkaufe usw das ist bestimmt kein kleiner Teil den werbeeffekt mal aussen vorgelassen der einem unbekannten Song ja auch zu durchbruch verhelfen kann. Ein Beispiel hierfür ist ja Schnappi welches ca 6 Monate bevor es ein grosses Sender gesendet hat auf den meisten Internetradios lief. Trozdem ist man als kleines Internetradio bei den grossen Musikverlagen ein nicht so gern gesehendes Produkt, das liegt denk ich mal da dran das die internet radios Songs meist in annehmbarer Qualität und ohne DRM ausstrahlen. Für den Hörer bietet es sich natürlich an Streams einfachmitzuschneiden um an aktuelle Songs zu kommen.
Das senden und Moderieren ist zb für mich auch eine Möglichkeit Musikhörern mal Musik vorzustellen die abseits der normalen Radios liegt. Ich meine damit zum einen unbekannte Bands, und zum anderen auch Musik die nicht von der Musikindustrie kommt und wo die Künstler Rechte zum kopieren freigegeben haben. In "New Soundz" zb spiele ich nur CC lizensierte Musik als von Künstler für nicht kommerziele Zwecke freigegebene Titel. Ich kann die dann auch bei gefallen auch dem Hörer als Link weiter geben so das er sich das Lied dann selbst herunterladen kann.

gruss Torsten



Orginal Beitrag erschienen auf Klappe.blogspot.com verfasst von Torsten Schröder

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