Klappe!

Freitag, Februar 03, 2012

Piraten gegen Fracking - Mit Hochdruck gegen unsere Umwelt?




Pressemitteilung der Piratenpartei Hamm zur sofortigen Veröffentlichung
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Piraten gegen Fracking - Mit Hochdruck gegen unsere Umwelt?

Das Thema "Hydraulic Fracking" zur Erdgasgewinnung findet zu wenig Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Dabei gehen von dieser Förderungsmethode nicht unerhebliche Gefahren und Bedrohungen für die Menschen und Umwelt aus.

Boden und Grundwasser werden bei dieser umstrittenen Technik großen Risiken durch Verseuchung und Rissbildung ausgesetzt. Erfahrungen aus den USA zeigen, dass die dabei eingesetzten Chemikalien zu für über Jahrzente gänzlich unbewohnbaren und naturtechnisch toten Landstrichen führen, wenn sie an die Oberfläche gelangen. Die von den Betreibern als sicher eingestuften Zementmantel der Bohrleitungen sollen hier in Deutschland dafür sorgen, dass diese Chemikalien nicht das Fördersystem verlassen. Allerdings sind bei Erdbeben, die auch in unserer Region nicht selten sind, Brüche dieser Zementmantel nicht auszuschließen. Bei einem solchen Bruch austretende Chemikaliengemische können dabei das Trinkwasser von ganzen Regionen verseuchen. Erst im vergangenen September gab es in NRW ein Erdbeben mit einer Stärke von 4,4 auf der Richterskala [1].

Auch die eingesetzten und nach der Förderung mit den Chemikalien versetzten Wassermengen zur Gewinnung des Erdgases sind exorbitant. Eine Förderstation kann dabei das Volumen von bis zu über 170.000 Kubikmetern verbrauchen, was einer Menge von 170 gefüllten Schwimmbecken entspricht. Dieses Wasser wird durch dazu angelegte Brunnen aus dem Grundwasser entnommen. Absinkende Grundwasserspiegel können die Folge sein. Ein solches Absinken kann zu Bergsenkungen und entsprechenden Bergschäden führen die den Menschen in NRW auch heute noch als Resultat des Steinkohlebergbaus Probleme bereiten.

In NRW sind inzwischen Felder mit einer Gesamtfläche von fast 18.000 Quadtratkilometern für die Aufsuchung von unkonventionell zu förderndem Erdgas an verschiedene Betreiberfirmen vergeben worden. Darunter auch die Felder "Hamm-Ost", "Hamm-Süd", "Hellweg", "Dasbeck". Bemerkenswert ist dabei, dass die für Probebohrungen vergebenen Flächen mehr als die Häfte der NRW-Gesamtfläche von 34.000 Quadratkilometern ausmacht [2].

Die Piraten in NRW möchten die Bevölkerung über diese Risiken aufklären und werden dazu in den kommenden Wochen entsprechenden Infostände anbieten. Geplant sind Infostände im Kreis Unna u.a in Lünen und Kamen. Am kommenden Samstag werden die Piraten aus Hamm in der Fußgängerzone ab 10 Uhr mit einem Infostand über Fracking informieren. Auf dem Landesparteitag der Piratenpartei NRW wurde mit einer großen Mehrheit die Ablehnung von Fracking ins Grundsatzprogramm aufgenommen.

Quellen:
[1] http://www1.wdr.de/themen/panorama/erdbeben_goch100.html
[2] http://www.umweltbundesamt.de/chemikalien/publikationen/stellungnahme_fracking.pdf
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Kai Uwe Joppich
Telefon (0 23 81) 41 74 64
Mobil: (01 78) 4 77 10 23 presse@piratenpartei-hamm.de
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Die Piratenpartei Deutschland (PIRATEN) wurde am 10. September 2006 in Berlin gegründet und ist mit rund 20.000 Mitgliedern die größte der nicht im Bundestag vertretenen Parteien.

Die PIRATEN treten ein für mehr Transparenz des Staates, direkte Demokratie und stärkere Bürgerbeteiligung, Bekämpfung von Monopolen, gebührenfreie Bildung, Offenlegung von öffentlich geförderten Forschungsergebnissen, Stärkung der Bürgerrechte sowie Wahrung der Grundrechte. Zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen erweiterten die PIRATEN ihr Programm zudem um Themen wie Arbeit und Soziales, Bauen und Verkehr, Verbraucherschutz, Gesundheits- und Drogenpolitik, Kultur, Umwelt sowie Wirtschaft und Finanzen.

Mit ihren programmatischen Zielen hat die Piratenpartei bereits einige Erfolge erzielt: Seit der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin im Jahr 2011 ist die Bürgerrechtspartei mit 15 Abgeordneten erstmals in einem Landesparlament vertreten. Bei der Bundestagswahl 2009 gewannen die PIRATEN 2,0 Prozent der Stimmen und konnten bei der Landtagswahl im Mai 2010 in Nordrhein-Westfalen 1,6 Prozent der Wähler überzeugen. Im Europaparlament stellen sie durch die schwedische „Piratpartiet“ bereits zwei Abgeordnete. In Bielefeld ist die Piratenpartei in der Bezirksvertretung Dornberg, in Jüchen im Gemeinderat sowie in Münster und Aachen im Stadtrat vertreten.

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